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Altstadt Stralsund | ||||
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Am 27. Juni 2002 auf der 26. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Budapest, Ungarn erfolgte die Aufnahme der beiden Altstädte der Hansestadt Stralsund und der Hansestadt Wismar in die Welterbeliste. Mit der Anerkennung der beiden Altstädte folgte das Welterbekomitee dem Vorschlag Deutschlands, beide gemeinsam als repräsentative Beispiele für das kulturelle Erbe der Hanse in die UNESCO-Liste aufzunehmen. Stralsund (rund 58.000 Einwohner) und Wismar (rund 47.000 Einwohner) repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert.
Am 31. Oktober 1234 erhielt Stralsund vom unter dänischer Lehnshoheit stehenden Rügenfürsten Witzlaw I. das lübische Stadtrecht verliehen. Es existierte zuvor bereits ein wendisches Fischer- und Fährdorf namens Stralow. Bis heute weiß man aber nichts Genaueres über diese Ansiedlung. Vor allem aber waren es die rügenschen Heringsfanggründe, welche die Kaufleute aus dem Westen hierher zogen. Das Gemeinwesen entwickelte sich wahrscheinlich aus dem Anlegeplatz der Kaufleute, die sich jedes Jahr zum Heringshandel hier versammelten. Es wird angenommen, dass Stralsund ursprünglich aus zwei getrennten, auf der Altstadtinsel gelegenen Siedlungen zu einer zusammenwuchs, einer um den heutigen Alten Markt errichteten älteren sowie einer, in einer Urkunde vom 24. Februar 1240 als „Neustadt“ bezeichneten Siedlung. Der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung Stralsunds stammte damals aus Westfalen und dem Rheinland. Stadtteiche und Dämme Die Stadteiche sind durch Ausgrabungen der vorhandenen Niederungen und durch Aufstauen von Wasser im 13. und 14.Jh. entstanden. Nur über schmale Dämme konnte man durch eines der Stadttore in die Stadt gelangen. Beurkundet sind 1317 Frankendamm, 1319 Knieper-Damm, 1321 Hospitaler-Damm, 1360 Tribseer-Damm und der Küter-Damm. Die heutige Form der Dämme entstand durch die Schleifung der Befestigungsbauwerke, nachdem Stralsund seinen Status als Festung verloren hatte.
Die gesamte Stadt war von einer ca. 3100 m langen Stadtmauer umgeben, die erstmals 1256 urkundlich erwähnt wurde. Nach und nach ersetzte man die ursprünglich vorhandenen, mit Palisaden bewehrten Erdwälle. Diese Erdwälle boten der Stadt keinen ausreichenden Schutz. 1249 überfielen die Lübecker die junge Stadt und konnten sie ohne große Schwierigkeiten zerstören. Dies führte zum Bau einer aus Steinen errichteten Stadtbefestigung. Um 1310/20 war die Stadtmauer um die gesamte Stadt fertiggestellt. Insgesamt fünf Landtore, sechs Seetore sowie 30 Türme und zahlreiche sog. Wiekhäuser befanden sich im Mittelalter an der Stadtmauer. Nach Machtübernahme durch die Schweden 1648 erfolgte ein Ausbau der Befestigungsanlagen mit 14 Bastionen und mehreren Schanzen. Durch die Franzosen auf Befehl Napoleons I. 1808/09 geschliffen, erfolgte nach 1815 der weitere Ausbau der Befestigungsanlagen durch die Preußen. Diese sind nach Aufhebung der Festung Stralsund im Jahre 1873 überflüssig und zu einem großen Teil beseitigt worden. | ||||
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