Mecklenburg Vorpommerns erste Welterbestätten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
- Am 27. Juni 2002 auf der 26. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Budapest, Ungarn erfolgte die Aufnahme der beiden Altstädte der Hansestadt Stralsund und der Hansestadt Wismar in die Welterbeliste. Mit der Anerkennung der beiden Altstädte folgte das Welterbekomitee dem Vorschlag Deutschlands, beide gemeinsam als repräsentative Beispiele für das kulturelle Erbe der Hanse in die UNESCO-Liste aufzunehmen. Stralsund (rund 58.000 Einwohner) und Wismar (rund 47.000 Einwohner) repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. - Die historischen Stadtkerne haben ihren mittelalterlichen Grundriss nahezu unverändert bewahrt und legen Zeugnis für die Anlage von Seehandelsstädten nach Lübischem Recht ab. Die überlieferte Bausubstanz mit zahlreichen herausragenden Einzeldenkmälern dokumentiert anschaulich die politische Bedeutung und den ausserordentlichen Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter. Die Gruppe der monumentalen Backsteinkirchen bildet einen einzigartigen Querschnitt durch die berühmte wendische Sakralarchitektur der Hansestädte. Aus der Kombination der italienischen Backsteintechnik mit dem repräsentativen Kathedralbauschema Nordfrankreichs entstand in den wendischen Hansestädten eine Reihe von monumentalen gotischen Basiliken. Die sechs Kirchenbauten der Städte Stralsund und Wismar sind in hervorragender Weise geeignet, diese „Kathedralen der Backsteingotik“ zu repräsentieren. Stralsunds Kulturhistorisches Museum ist Teil dieser jahrhundertealten Tradition. Gemeinsam mit dem Meeresmuseum ist es im Katharinenkloster untergebracht, das zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen Nordeuropas gehört. Seit 150 Jahren breitet es dort seine Schätze aus: ur- und frühgeschichtliche Raritäten - darunter der Hiddenseer Goldschmuck, bildende Kunst von der Gotik bis zur Schwedenzeit. Mit drei ausgelagerten, jedoch nah gelegenen Ausstellungsorten wird das Bild der einst mächtigen Handels- und Hafenstadt komplett. Das Museumshaus zeigt Alltagszeugnisse einstiger Bewohner einer Krämerei, im historischen Speicher aus dem 19. Jahrhundert wird die Volkskunde Vorpommerns thematisiert und auf der Halbinsel Dänholm wird Stralsunds Rolle als Festungs- und Garnisionsstadt vorgestellt. Gegründet im frühen 13. Jahrhundert, erlebten Stralsund und Wismar im 14. Jahrhundert ihre Blütezeit. Als führende Mitglieder des so genannten Wendischen Quartiers, dem eigentlichen Kern und politischen Zentrum der Städtehanse, können Stralsund und Wismar das Gesamtbild der Hanse vervollständigen, das auf der Welterbeliste durch Städte wie Lübeck, Visby oder Tallinn und Bergen bereits konturiert war. Ihr Info - Service Altstadt Hotel zur Post In erster Linie wurden Stralsund und Wismar als städtebauliche Zeugnisse der Hansezeit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Wesentlich war jedoch auch die "Schwedenzeit", da sie den Austausch kultureller Werte illustriert. Beide Städte gelangten in Folge des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) unter schwedische Herrschaft und spielten im 17. und 18. Jahrhundert eine entscheidende Rolle im militärischen Großmachtsystem Schwedens. Aus dieser Zeit stammen einige herausragende Barockbauten wie das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund. Stralsund war neben Lübeck im 14. Jahrhundert die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum und wurde im Jahr 1370 als Ort für die Friedensverhandlungen mit Dänemark ausgewählt. Deren Ergebnis, der berühmte Stralsunder Friede, ging als Höhepunkt hansischer Machtentfaltung in die europäische Geschichte ein. Von dieser Blütezeit der Stadt zeugen die aufwändig gestalteten Kaufmannshäuser sowie weitere höchst bedeutungsvolle Einzelbauten. Im Bereich der gotischen Profanarchitektur verfügt Stralsund mit seinem Rathaus über ein Bauwerk von hoher architekturgeschichtlicher Bedeutung für ganz Nordeuropa. Einige Gebäude Stralsunds sind die letzten Vertreter eines mittelalterlichen Bautyps. An den zahlreichen mittelalterlichen, später teilweise überformten Kaufmannshäusern lässt sich die typische Bebauung der schmalen, tiefen Parzellen mit giebelständigen Gebäuden und den rückseitig anschließenden Hofflügeln, den so genannten Kemläden, ablesen. Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert aufgestauten Teichen betont den mittelalterlich geprägten Stadtkörper, der in der unverwechselbaren Silhouette zur Geltung kommt. - Quelle (Buch: Die Historischen Altstädte Stralsund und Wismar – Welterbeantrag) Das Hotel zur Post ist durch seine ideale Lage im Herzen der Altstadt Stralsund prädestiniert für eine Erkundung der nahe gelegenen historischen Gebäude. Direkt am Neuen Markt, welcher seinerseits von dem monumentalen Bauwerk der Marienkirche geprägt ist, befindet man sich inmitten eines Flächendenkmals mit über 500 geschützten Gebäuden. -Stralsund Weltkulturerbe Welterbeliste UNESCO- Mecklenburg Vorpommern Ostsee | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Altstadt Stralsund | | Giebelhäuser | | Alter Markt Das um 1200 durch Kaufleute besiedelte Gebiet gilt als Ausgangspunkt für die rasante Entwicklung Stralsunds im Mittelalter. Der Markt diente nicht nur dem Handel, sondern war auch Ort der Gerichtsbarkeit. Hier stand der Pranger, wurden Urteile gefällt und vollstreckt. Der Alte Markt ist ein architektonisches Spiegelbild der wechselhaften Geschichte der Stadt. Alter Markt - mehr Informationen hier >>> | | Wulflamhaus - Alter Markt 5 | | Artushof - Alter Markt 8 Hotelneubau von 1911. 1316 wurde hier ein Gebäude errichtet, das u. a. für offizielle Feste der Stadt und der Unterbringung prominenter Gäste genutzt wurde (1541 Pommernherzog Phillip, 1630 Gustav II. Adolf von Schweden). Am 12. Juni 1680 durch einen Stadtbrand vernichtet, ab 1702 Hauptwache der Schweden. Artushof - mehr Informationen hier >>> | | Commandanten-Hus - Alter Markt 14 Zu DDR-Zeiten „Haus der Nationalen Volksarmee“. | | Meyerfeldtsches Palais - Badenstrasse 17 1726-1730 errichtet, bis 1748 vom Generalgouverneur Schwedisch-Pommerns Graf Johann August von Meyerfeldt bewohnt. Bis Ende der Schwedenzeit 1815 Schwedisches Regierungspalais. Altstadthotel Stralsund - Hotel Informationen Meyerfeldtsches Palais - Hotel Angebote Info-Service Altstadthotel: Meyerfeldtsches Palais Altstadt Stralsund | Scheelehaus - Fährstrasse 23 In diesem Giebelhaus aus dem 14. Jh. wurde der Chemiker Wilhelm Scheele am 19.12.1742 geboren (gest. 21.05.1786). Entdecker des Sauerstoffs, isolierte erstmalig Weinsäure.Fassade aus der Mitte des 17. Jh. | | Bismark-Hering - Fährstrasse 21 Braumeister und Kaufmann Johann Wiechmann begann seine unternehmerische Tätigkeit 1853 am Neuen Markt. Nach Kauf des Hauses Fährstraße 21 versandte er von hier aus in Holzfässchen sauer eingelegte Ostsee-Heringe und andere Produkte. Dem von Ihm verehrten Reichskanzler Bismarck schickte er ein Fässchen mit der Bitte, seinen Hering nach Ihm benennen zu dürfen.Die Einwilligung dazu kam und der „Bismarck-Hering“ konnte seinen Siegeszug antreten.„Bismarck-Hering“ nach Originalrezept gibt es nur in Stralsund im Fachgeschäft Rasmus in der Heilgeiststr. Bismark-Hering - mehr Informationen hier >>> | | Älteste Kneipe Europas - Fährstrasse 17 Das unmittelbar am abgerissenen Fährtor gelegene Gebäude hat noch die Außenwände aus dem Mittelalter. Die in dem Gebäude befindliche Kneipe gilt als eine der ältesten Europas. Das erste Mal wurde im Jahre 1332 in dieser Gegend erwähnt. Kneipe zur Fähre - mehr Informationen hier>>> | | Fährstrasse 31 / 32 Dieser Gebäudekomplex gehört zu den Ältesten Stralsunds. Der Dachstuhl der Nr. 31 ist auf das Jahr 1331 datiert worden. Die Hoffassade zeigt noch heute den originalen Zustand der Erbauungszeit. | | Scharfrichterhaus - Filterstrasse 2a/2b Das 1289 erstmals erwähnte Eckgebäude (Nr. 2b) zur Papenstraße nutzte der Scharfrichter als Wohn- und Arbeitsstätte. Etwa 1412 wurde ein Turm angebaut (Nr. 2a), dessen Kellergewölbe als Gefängnis diente.Neben dem Scharfrichterhaus in Tallin ist das Stralsunder das einzig erhaltene im Ostseeraum. C. H. Wentzel war der letzte Scharfrichter Stralsunds. Er starb 1841. Die letzte Hinrichtung an einem Mörder fand durch einen auswärtigen Scharfrichter am 26.04. 1855 statt. | | Gotisches Giebelhaus - Frankenstrasse 28 Das 1970-78 sanierte Gebäude ist eines der letzten vollständig original erhaltenen mittelalterlichen Häuser in Stralsund. | | Schiffer-Compagnie - Frankenstrasse 9 Im Januar 1488 schlossen sich 50 Schiffer zu der „Sankt Marienbruderschaft der Schiffer in Stralsund“ zusammen. Sie hat bis heute Bestand. Ziel dieser Bruderschaft war es, in Not geratenen Mitgliedern und deren Angehörigen eine soziale Stütze zu sein sowie die Interessen der Schiffer gegenüber den reichen Kaufleuten und Reedern zu verteidigen. Die Schiffer-Compagnie befand sich ursprünglich in einem Haus in der Semlower Straße. Das aus dem Mittelalter stammende Haus wurde 1635 zunächst als Witwenhaus erworben, 1828 umgestaltet und seit 1829 dient es den Schifferbrüdern als Versammlungsort. 1979 nahm die Bruderschaft die erste Frau in ihre Reihen auf. | | Museumshaus - Mönchstrasse 38 Mit dem auf 1320 datierten Dachstuhl ist dieses Gebäude eines der ältesten Giebelhäuser Stralsunds.Das Einzigartige am Museumshaus ist das mit allen Spuren der Nutzung erhaltene Innenleben. | | Stettiner Herberge - Külpstrasse 5 Ursprünglich ein Giebelhaus vom Anfang des 14. Jh., das als „Stettiner Herberge“ schriftlich belegt ist. Das Haus erfuhr im Laufe der Jahrhunderte mehrere Umgestaltungen. 2002 fand man Reste einer reichen Fassadengliederung u. a. auch aus der Entstehungszeit des Gebäudes. Das Haus gilt als besonderes Beispiel der gotischen Architektur aus der Stadtgründung Stralsunds. | | Burmeisterhaus - Mönchstrasse 45 Ein gotisches Giebelhaus aus dem Jahre 1355. Benannt nach dem am 15.01.1807 in dem 1989 abgerissenen Haus Böttcherstr. 9 geborenen Naturwissenschaftler Prof. Hermann K. Burmeister. Er leitete 31 Jahre bis zu seinem Tode am 2.5.1892 das „Museum Publico“ in Buenos Aires (Argentinien).Saniert von 1992-94, beherbergt das Burmeisterhaus heute die wissenschaftliche Bibliothek des Deutschen Meeresmuseums und eine Ausstellung zum Leben und Wirken Burmeisters. | | Giebelhaus – ältester Pfeilergiebel - Mühlenstrasse 1 Ende des 13. Jh. errichtet, wurde es 1320 /40 umgebaut. Der Pfeilergiebel ist der älteste bekannte der Backsteingotik.Schon vor 1700 ist im Kemladen eine Bäckerei nachgewiesen, die bis 1905 in Betrieb war. Bei der Sanierung 2002/2003 konnten die in Stralsund einzigartigen zwei Längsgalerien in der Diele und ein Backofen aus dem 17. Jh. im Kemladen gerettet werden. | | Giebelhaus – ältestes Steinhaus - Ossenreyerstrasse14 Dieses im Kern mittelalterliche Giebelhaus gilt als Stralsunds ältestes Steingebäude, dessen Keller auf 1285 datiert ist. Bei der Restaurierung ließ man ein Zeitfenster offen, an dem die mittelalterliche Fassadengliederung abzulesen ist. Ergänzt wurde es mit einer Sandsteinplatte mit Hausmarke von 1608, die vom Kemladen des Gebäudes stammt. | | Rathaus - Alter Markt Altstadt Stralsund Das Gebäude wurde erstmals 1270 in den schriftlichen Quellen erwähnt und gehört zu den frühesten, noch erhaltenen Gebäuden der Stadt. Das Rathaus war Sitz des Rates, Ort der Rechtssprechung sowie Versammlungsort. Die unteren Räume wurden von Kaufleuten als „kophus“, als Kauf- und Schauhaus genutzt. Im 14. Jh. entstand ein Vorbau am Alten Markt, der nach Vorbild des Lübecker Rathauses mit einer Prunkfassade versehen wurde und der den Sitzungssaal (den sog. Löwenschen Saal) enthält. 1579 kam die Renaissancetreppe im Rathausdurchgang hinzu. 1720 folgte der barocke Portalvorbau mit dem Schwedischen Wappen Stralsunds an der Ossenreyerstraße. | | Der zum Teil über der Stadtmauer errichtete Gebäudekomplex der ehemaligen Kramer-Compagnie ist, erstmals 1312 als Sitz der Familie von der Osten erwähnt, das älteste urkundlich belegte, aus Stein errichtete Haus und der letzte erhaltene Adelssitz Stralsunds. Nach der Familie von der Osten kam es in den Besitz der Patrizierfamilie von Dorpen, um 1493 an die Gilde der kleinen Kaufleute, der sog. Kramer-Compagnie. Diese hielten in dem noch heute vorhandenen Saal ihre Versammlungen ab. | | Heilgeistkloster - Wasserstrasse 1256 stiftete die Stadt ein Grundstück am nördlichen Teil der Heilgeiststraße (daher der Name). Es war im eigentlichen Sinne kein Kloster sondern ein städtisch verwaltetes Spital. Durch Spenden der Bürger konnte es wachsen. So kam z.B. um 1340 die Inseln Ummanz und Hiddensee in Klosterbesitz. Das Kloster diente der Aufnahme, Pflege und Versorgung der ärmeren Bevölkerungsschichten und der vorbeikommenden Wanderer. Durch einen kleinen finanziellen Beitrag und durch Vererbung des Besitzes an das Kloster konnte man im Alter hier wohnen (sog. Prövener). Im 14. Jh. verlegte die Stadt das Heilgeistkloster an seine heutige Stelle und man errichtete eine Hallenkirche. In der Schwedenzeit wurde sie als Garnisonskirche genutzt und ist heute Pfarrkirche der St. Jakobi-Heilgeistgemeinde. | | Kloster St. Johannis – Stadtarchiv - Schillstrasse 27/28 Im Jahre 1254 wurde das Kloster St. Johannis von den Franziskanern mit Erlaubnis des rügenschen Fürsten Jaromar II. gegründet. Es gehört somit zu den ältesten Bauwerken der Hansestadt Stralsund. Als Bauplatz wies man dem Bettlerorden einen Hof am Stadtrand in der Nähe des Strandes zu. Die Lage im Armeleuteviertel der Stadt entsprach dem Armutsideal der Franziskaner. Von Beginn an waren die Mönche auf Stiftungen angewiesen und es fehlte auch nicht an der Förderung durch die Stralsunder Bürger. Wegen ihres sozialen Engagements und auch wegen der Predigten, die sie in allgemein verständlicher Sprache hielten, waren die Franziskaner bei den Bürgern sehr beliebt. Die Türen des Klosters wurden für alle geöffnet, die der Seelsorge oder der Heilung und Pflege bedurften. | | Kloster St. Katharinen – Kulturhistorisches- und Meeresmuseum Erstmalige Erwähnung fand das Kloster auf einer Inschrift mit der Jahresangabe 1251. Laut Urkunde vom 31. Oktober 1261 schenkte Fürst Witzlaw II. dem Dominikanerkloster den freien Platz zwischen dem bisherigen Klostergelände und dem Stadtwall, einschließlich diesem und des dazugehörigen Grabens. Der Bau des Klosterkomplexes und der Kirche zog sich bis um 1317 hin. Durch die Reformation 1525 ist von der Inneneinrichtung heute kaum noch etwas vorhanden. Nach Umbauarbeiten zog 1560 das aus drei kirchlichen Schulen gebildete Gymnasium und ein Waisenhaus in die Klosterräume ein. Die Klosterkirche nutzten die Schweden seit 1678 und nach 1815 die Preußen als Arsenal bis zum Verkauf 1902 an die Stadt. Nach Auszug des Waisenhauses und Restaurierung von 1919-24 zog das seit 1859 bestehende und bis dahin im Rathaus untergebrachte „Neuvorpommersche Museum für einheimische Altertümer und Kunstgegenstände“ in die Klosterräume ein. Die Kirche wurde 1973 komplett entkernt, die zugemauerten Fenster wieder geöffnet und der Innenraum mit einer Stahlkonstruktion für das Meeresmuseum versehen. Katharinenkloster - mehr Informationen hier>>> Altstadthotel Stralsund - Hotel Informationen Katharinenkloster - Hotel Angebote | | Gasthauskirche St. Antonius - Marienstrasse 3 1408 erwarben Johannes Kulemann und Vicko Timme zwei Buden am Roten Meer, der heutigen Marienstraße, und begannen mit der Einrichtung eines Gasthauses. Dieses und das erstmals 1430 als St. Antonius Kirche erwähnte Gebäude diente als Heim für Arme und Alte sowie als Unterkunft für Wandergesellen. In der Schwedenzeit für Militärgottesdienste und als Heumagazin genutzt, wurde es bei der Explosion des Köpkenturmes stark beschädigt. Nach Wiederaufbau erhielt es die Stadt zur Nutzung. Am 11. Januar 1784 wurde das Haus auf Betreiben des Stadtarztes Dr. Bernhard Nikolaus Weigel als erstes Stralsunder Krankenhaus eröffnet. Platzmangel machte einen Neubau erforderlich. Nach der Fertigstellung des heutigen Ärztehauses am Frankenwall diente die Gasthauskirche als Seuchenhaus. | | Sankt Jakobikirche - Jakobiturmstrasse Altstadt Stralsund Die St. Jakobikirche, die sich am Rande des ältesten Stadtkerns befindet, wurde erstmals im Jahre 1303 urkundlich erwähnt. Anfangs eine Hallenkirche ohne Chor, wurde sie zwischen 1340 und 1350 in eine hochgotische Basilika umgebaut. Erst im 15. Jh. konnten aber die Bauarbeiten mit der Errichtung und der Kupfereindeckung des Westturmes beendet werden. St. Jakobi ist wohl diejenige der Stralsunder Kirchen, welche am meisten unter den Kriegen und Unglücken gelitten hat. Jakobikirche - mehr Informationen hier>>> | | Sankt Marienkirche - Neuer Markt Altstadt Stralsund Die im Jahre 1298 erstmals erwähnte St. Marienkirche gilt als eines der imposantesten Stralsunder Bauwerke. 1382 oder 1384 stürzte der Turm auf Grund des nicht ausreichend befestigten Untergrundes ein und zertrümmerte den Chor und Teile des Langhauses. Der Neubau wurde besonders durch die Gewandschneiderkompanie gefördert. 1416 wurde der Grundstein für das gewaltige Westwerk gelegt, das auf einem ca. 14 m hohen Rost- und Pfahlwerk ruht. 1464 konnte die Turmglocke eingehängt werden. 1475-1478 dauerten die Arbeiten an dem hohen gotischen Turmhelm, der der Kirche eine Gesamthöhe von 150 m verlieh. Durch Blitzschlag brannte der spitze Helm 1647 ab. Die breite Barockhaube wurde 1708 fertig gestellt. Heute hat die Kirche eine Höhe von 104 m. Während der Reformationszeit ging von der Inneneinrichtung fast alles verloren. Schaden entstand auch während der französischen Besatzung 1807-1810. Zu dieser Zeit nutzten die Franzosen die Kirche als Heu- und Proviantmagazin. In St. Marien befindet sich das letzte Werk des Orgelbauers Friedrich Stellwagen aus Lübeck. Die 1653-1659 erbaute Orgel wurde während des 2. Weltkrieges ausgelagert und konnte nach dem Krieg wieder hergestellt werden. Marienkirche - mehr Informationen hier>>> | | St. Nikolaikirche - Alter Markt Altstadt Stralsund Sie wurde erstmals 1276 im ersten Stralsunder Stadtbuch erwähnt und gilt somit als Älteste der Stralsunder Pfarrkirchen. Während des Baues oder kurz nach Fertigstellung wurde der Plan einer Hallenkirche aufgegeben und die Kirche nach französischem Kathedralschema umgebaut. Aus dieser Zeit haben sich u. a. in der Doppelturmfront die Reste eines Einturmes erhalten, abzulesen noch am Granitsockel an der Westseite. Durch Ihre Nähe zum Verwaltungszentrum, dem Rathaus, wird sie als Hauptkirche betrachtet. In ihr fanden wichtige Ratssitzungen statt, wurden Gesandte empfangen, Gesetze und Verordnungen bekannt gegeben. 1662 fielen die gotischen Turmspitzen einem Brand zum Opfer, der von der St. Jakobikirche ausging. Fünf Jahre später erhielt der südliche Turm einen barocken Helm, während der nördliche Turm aus finanziellen Gründen nur mit einem Notdach versehen werden konnte. Beeindruckend ist die zu einem großen Teil erhaltene Inneneinrichtung u. a. mit vielen Altären, der Astronomischen Uhr und dem Gestühl der Nowgorodfahrer. Stralsund Weltkulturerbe - Welterbeliste UNESCO - Weltkulturerbe | | Stadtgründung Am 31. Oktober 1234 erhielt Stralsund vom unter dänischer Lehnshoheit stehenden Rügenfürsten Witzlaw I. das lübische Stadtrecht verliehen. Es existierte zuvor bereits ein wendisches Fischer- und Fährdorf namens Stralow. Bis heute weiß man aber nichts Genaueres über diese Ansiedlung. Vor allem aber waren es die rügenschen Heringsfanggründe, welche die Kaufleute aus dem Westen hierher zogen. Das Gemeinwesen entwickelte sich wahrscheinlich aus dem Anlegeplatz der Kaufleute, die sich jedes Jahr zum Heringshandel hier versammelten. Es wird angenommen, dass Stralsund ursprünglich aus zwei getrennten, auf der Altstadtinsel gelegenen Siedlungen zu einer zusammenwuchs, einer um den heutigen Alten Markt errichteten älteren sowie einer, in einer Urkunde vom 24. Februar 1240 als „Neustadt“ bezeichneten Siedlung. Der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung Stralsunds stammte aus Westfalen und dem Rheinland. | | Stadtteiche und Dämme Die Stadteiche sind durch Ausgrabungen der vorhandenen Niederungen und durch Aufstauen von Wasser im 13. und 14.Jh. entstanden. Nur über schmale Dämme konnte man durch eines der Stadttore in die Stadt gelangen. Beurkundet sind 1317 Frankendamm, 1319 Knieper-Damm, 1321 Hospitaler-Damm, 1360 Tribseer-Damm und der Küter-Damm. Die heutige Form der Dämme entstand durch die Schleifung der Befestigungsbauwerke, Stralsund hatte seinen Status als Festung verloren. | | Stadtbefestigung Die gesamte Stadt war von einer ca. 3100 m langen Stadtmauer umgeben, die erstmals 1256 urkundlich erwähnt wurde. Nach und nach ersetzte man die ursprünglich vorhandenen, mit Palisaden bewehrten Erdwälle. Diese Erdwälle boten der Stadt keinen ausreichenden Schutz. 1249 überfielen die Lübecker die junge Stadt und konnten sie ohne große Schwierigkeiten zerstören. Dies führte zum Bau einer aus Steinen errichteten Stadtbefestigung. Um 1310/20 war die Stadtmauer um die gesamte Stadt fertiggestellt. Insgesamt fünf Landtore, sechs Seetore sowie 30 Türme und zahlreiche Wiekhäuser befanden sich im Mittelalter an der Stadtmauer. Nach Machtübernahme durch die Schweden 1648 erfolgte ein Ausbau der Befestigungsanlagen mit 14 Bastionen und mehreren Schanzen. Durch die Franzosen auf Befehl Napoleons I. 1808/09 geschliffen, erfolgte nach 1815 der weitere Ausbau der Befestigungsanlagen durch die Preußen. Diese sind nach Aufhebung der Festung Stralsund im Jahre 1873 überflüssig und zu einem großen Teil beseitigt worden. | | Hafen Die sehr günstigen geographischen Gegebenheiten eines Naturhafens, durch die Insel Dänholm geschützt, die Kreuzung wichtiger Handelsstraßen zu Lande und nicht zuletzt das Vorhandenseins eines Fährbetriebes zwischen dem Festland und der Insel Rügen boten sich zur Anlage eines Handelsplatzes mit einem Hafen an. Die älteste Hafenordnung ist aus dem Jahre 1287 überliefert. Im Jahre 1372 wurde ein Steindamm am Strande zwischen Johannis- und Heilgeistkloster angelegt, welcher durch Ausgrabungen an der Heilgeistkirche nachgewiesen werden konnte. In Verlängerung der zum Hafen führenden Straßen errichtete man lange hölzerne Seebrücken, die den Schiffen als Anlegeplatz und zum Löschen der Waren dienten. Wegen des niedrigen Wasserstandes wurden größere Schiffe auf Reede mit Hilfe von Schuten und Prahmen geleichtert. Die namentlichen Überlieferungen einiger Seebrücken sind noch heute im Hafen wiederzufinden. Während der Schwedenzeit erfolgte ein weiterer Ausbau des Hafens mit Bastionen, Bau einer Pfahlwand parallel zum Ufer, Erweiterung der Seebrücken und Ausbaggerungen des Hafens. Die beiden Hafeninseln sind von 1862-1868 durch Verbreiterung des Festungsgrabens auf etwa 22 m und durch Aufschüttung des dabei anfallenden Erdreiches entstanden. | | Dänholm Die kleine Insel stand schon in frühester Zeit im Interesse der Machtgewaltigen. Der Dänenkönig Waldemar I. (1131-1182) soll die Insel „stral“ oder „strale“, wie sie zu der Zeit genannt wurde, als Winterquartier benutzt haben. Im Jahre 1288 ist der Name Dänholm urkundlich bezeugt. Gustav II. Adolf von Schweden erkannte die militärische Bedeutung der Insel und ließ einen Teil der heute noch vorhandenen Schanzen errichten. Nach dem Wiener Kongreß 1815 kam Stralsund mit dem Dänholm an Preußen. Nach der Übergabe des Dänholms an das Militär 1850 kam es zum Ausbau zur wichtigsten Marinestation der Preußischen Küstenflotte. Nachdem 1871 Kiel Hauptmarinebasis wurde, bezog das Heer die Militärgebäude. Die militärische Nutzung setzte sich nach 1945 fort bis 1990. Heute auf der Insel: Marinemuseum | | Gorch Fock Das Segelschulschiff wurde 1933 auf der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut und diente dem in Stralsund stationierten I. Schiffsstammregiment zur Ausbildung des Offiziersnachwuchses. Am 30. April 1945 bei der Halbinsel Drigge gesprengt und versenkt, wurde das Schiff 1947 gehoben und in Rostock und Wismar instandgesetzt. Am 15. Juni 1951 stellte die sowjetische Marine den Großsegler unter dem Namen „Towarischtsch“ in Dienst. Die fast baugleichen Schwesternschiffe „Horst Wessel“ und die „Albert Leo Schlageter“ gingen als Reparationsleistungen als „Eagle“ an die USA bzw. als „Sagres“ an Portugal. Die „Gorch Fock“ konnte im Jahre 2003 von einem Hamburger Verein erworben werden. Am 25. September 2003 kehrte das Schiff in seinen alten Heimathafen zurück und liegt nach | | ||||||||||||||||||||||
Die Altstadt Stralsund
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